Das Jahr 2011 wird bald in die Luft gejagt und 2012 klingt sehr vielversprechend.
Wir danken für all die glücklichen Momente und auch für die Momente die vielleicht nicht so glücklich waren. Denn alles hat dazu geführt daß wir nun dort sind, wo wir sind und das ist garnicht so übel… ;-P
Wir saßen heute im Auto und haben uns darüber unterhalten, wie das neue Jahr wohl wird und wie das alte Jahr war.
Da gab es gute Vorsätze, ein kurzes Resume und Visionen. Manchmal wären wir gern im Auenland! Aber das ist ja etwas weit weg ![]()
Es gibt Wissenschaftler und Spirituelle, die behaupten, 2012 wird eine Herausforderung. Selbst Hollywood hat es geschafft sich mit seinen Filmen drauf zu hängen… Zukunftsszenario mit Naturkatastrophen und Krisen. Sonneneruption rauf und runter. Naja… Wenn man das so interpretiert, kann man ja gleich den Kopf in den Sand stecken. Ich weiß nicht wie ihr das seht aber meine Interpretation ist eine andere!
Es ist in den letzten Jahrzehnten sehr viel sehr schnell passiert. Sei es in der Wissenschaft, in der Politik, die Finanzwelt, in der Gesundheit, in der Technik und in unseren Köpfen. Wir haben so wahnsinnig viele Möglichkeiten aber unsere Seelen schaffen diese Geschwindigkeit nicht. Unser Bewusstsein muss sich erweitern doch unser Verstand begreift es noch nicht. Wie kann es sein dass bei soviel Hightech-Medizin, die Krankheiten immer mehr zunehmen? Wie kann es sein, daß soviel Technik uns soviel Zeit raubt, obwohl wir uns Zeitersparnis davon versprechen? Wir haben keine Zeit mehr, ernähren uns schlecht, abgesehen davon daß die Industrie ständig mit ihren Zusätzen, legal unsere Nahrung verseucht. Wir sehnen uns nach Freiräumen aber bauen um uns herum eine Facebook-Twitter-WKW-Blabla-Mauer. Ist das nicht schizophren? Wir vernichten die Natur, schlachten die Tiere nicht nach Bedarf sondern nach Vorrat. Der Fernseher muß noch größer sein, das Auto braucht mehr PS und muß schneller sein (bringt eh nichts, es gibt Geschwindigkeitsbegrenzungen…), wir schleppen unser Blackberry mit in den Urlaub obwohl wir im Urlaub nicht arbeiten, wir wollen mehr Kinder, damit die Nanny mehr zu tun hat und unsere Familien sind auf der ganzen Welt verteilt. Wir wollen gute Gespräche führen aber kommen von der Tastatur nicht los. Welche Bedürfnisse haben wir eigentlich? Erfüllen wir unsere eigenen, ganz speziellen Bedürfnisse oder machen wir das zu unseren Bedürfnissen was man uns vorgaukelt? Die Frage ist noch extremer: Kennen wir unsere tiefsten Wünsche und Bedürfnisse überhaupt? Was begehren wir und wonach sehnen wir uns?
Natürlich macht es Spaß, auf der Couch zu sitzen und im IPad herum zu spielen. Sicher ist es toll ein schickes Auto zu fahren und sich den dritten Wintermantel zu kaufen. Das darf es auch!! Wenn wir das können, dann dürfen wir auch! Aber wie hoch ist die Messlatte und wo setzen wir unsere Grenzen? Das ist das was zählt. Bei all dem Überfluss an Möglichkeiten vergessen wir uns selbst. Und ich glaube es muss mal so ordentlich knallen, damit sich das ändert und wir wieder von unserem Thron herunter kommen und uns auf das Wesentliche besinnen.
Es gehört zu den ewigen Gesetzen unseres Seins, dass wichtige Veränderungen durch Krisen eingeleitet werden. Diese Erfahrung haben wir sicherlich schon oft gemacht. Denken wir an schmerzhafte Trennungen, denen ein Entwicklungssprung folgte. Denken wir an einen Jobwechsel, Sinnkrisen, Beziehungskrisen. Sie sind oft ein Auftakt zu einer neuen, besseren Phase des Lebens. Wir werden vor Herausforderungen gestellt und müssen unser gesamtes Denken und Fühlen überprüfen: Wer sind wir? Was wollen wir wirklich? Dabei müssen wir Ängste überwinden und uns von alten, liebgewonnenen Gewohnheiten trennen. Dann, erst dann hat unser neues Leben eine Chance.
Das Jahr 2012 wird uns rein gar nichts bringen; Glück, Gesundheit, Liebe und Zufriedenheit müssen wir uns selbst schaffen. Jeder für sich und seine kleine Welt.
Da hab ich eine kleine Story für euch:
Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.
“Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?” fragt der eine Zwilling.
“Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird.” antwortet der andere Zwilling.
“Ich glaube, das ist Blödsinn!” sagt der Erste. “Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?”
“So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?”
“So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.”
“Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.”
“Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‘nach der Geburt’. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.”
“Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.”
“Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?”
“Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!”
“Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.”
“Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt….”
(nach Henry Nouwen)
Happy New Year!!!!

















